Publikationen


  bullet  Zeitzeugenberichte, auf DVD verfügbar (Hrsg. Child Survivors Deutschland e. V. – Überlebende der Shoah). Dokumentation von Ph. Sonntag (Aufbau, Gestaltung, Moderation) und  Uwe Meinel (Medienagentur Multimux). Laufende Erstellung von DVDs seit Anfang 2012, im Moment verfügbar sind DVDs unserer Mitglieder Bialas, Eckstein, Grosser, Kaemmel, Leusink, Lieball, Selbiger und Siebner.

Diese DVDs können bestellt werden pro DVD für 15.- € plus Porto und Verpackung, bei:photo@multimux.de

bullet  Die letzten Zeitzeugen erinnern und mahnen von Philipp Sonntag (Hrsg.) / 2012

bullet  Nach dem Überleben  Psychosoziale und medizinische Auswirkungen der Shoah auf die Generation der Child Survivors (von Philipp Sonntag)

bullet   Ein Willkommen für Opfer des Holocaust aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion – bitte wenigstens jetzt mit 20 Jahren Verspätung. Von Philipp Sonntag / Child Survivors Deutschland e. V. Jzeit Dez 2011

bullet  Rüstungskontrolle für Atomwaffen in Nahost Die 59. Pugwash Konferenz Juli 2011 in Berlin weckte Hoffnungen

bullet  Vertrauensbildende Maßnahmen in Nahost Die atomare Bedrohung im Nahen Osten ist größer denn je (Philipp Sonntag, erschienen in Jüdische Zeitung 2/2011, S. 17 20.154 Anschläge)

bullet  Überlebende des Holocaust global vereint Von Philipp Sonntag / Vorstandsmitglied der Child Survivors Deutschland e. V. Nikoline Hansen, erschienen in „Mahnung“ Okt/2011 und Nov./2011

bullet  Bewahre die Erinnerung an die Vergangenheit – heute sei vergnügt! Von Philipp Sonntag

 

 
 

 

Hartung-Gorre Verlag  

 
Inh.: Dr. Renate Gorre
D-78465 Konstanz
 
Fon: +49 (0)7533 97227 Fax: +49 (0)7533 97228
eMail: verlag@hartung-gorre.de
www.hartung-gorre.de
Neuerscheinung Juni 2012 herausgegeben von Erhard Roy Wiehn
 
Zvi Harry Likwornik
 
Als Siebenjähriger im Holocaust
 
Nach den Ghettos von Czernowitz und Bérschad in Transnistrien
ein neues Leben in Israel 1934-1948-2012
 
Konstanz 2012, 210 Seiten, viele Fotos, € 18,00.

 

ISBN 978-3-86628-426-5
 
Was ich damals selbst erlebt und erlitten habe (Aus dem Vorwort des Autors)
Ich, Zvi Harry Likwornik, wurde am 29. März 1934 in Czernowitz geboren, der dama-
ligen Hauptstadt der Bukowina (Rumänien). Meine Eltern waren Dora (geb. Katz) und
Willy Wolf Zeev Likwornik. Bei meiner Geburt wurde mir der hebräische Vorname Zvi
gegeben (deutsch Hirsch, jiddisch Hersch), Harry war mein bürgerlicher Vorname im
 
Sinne der Anpassung an die deutschsprachige Umgebung, so auch bei meinem älte-
ren Bruder Manfred Elimelech; erst später in Israel wurden dann unsere hebräischen
Vornamen benutzt. Für Mama waren wir jedoch stets Manfred und Harry. Zvi wurde
ich nach Zvi Hersch Rennert (1860–1932) genannt, dem Vater von David Rennert,
 
Tante Rosas Mann. Zvi Rennerts Frau Pesia Peppi Dvora Rennert (geb. Katz, 1867–
1935) war eine Verwandte der Familie meines Großvaters Izik Katz.
Mein ganzes Leben hatte ich die Illusion, dass mir meine grausam geraubte Kindheit
irgendwann im Leben zurückgegeben würde. Als ich an meinem Lebensabend fest-
stellte, dass dies nicht geschah und nie geschehen wird, hatte ich das Bedürfnis,
 
wenigstens meine Kindheitserinnerungen aufzuschreiben und weiterzugeben, aber
ich hatte nie gedacht, dass das Hervorholen der Erinnerungen aus der Tiefe dieser
schrecklichen Zeit so schwer für mich sein würde. Ich wählte diesen schweren Weg
in meine ferne Vergangenheit für meine Enkel, Urenkel und die nächsten Generatio-
nen, damit es alle wissen können, was mir und meiner Familie widerfahren war. Im
 
Jahre 1941 bin ich als Siebenjähriger in den Holocaust geraten und versuchte nun
aufzuschreiben, was ich damals gesehen, gefühlt, selbst erlebt und erlitten habe. Die
meisten meiner persönlichen Erinnerungen beginnen mit 7. Jahren im Herbst 1941,
dem Beginn unserer persönlichen Schoah. Der Teil meines Lebens von meiner Ge-
burt bis zu diesem Alter ist mir teils durch die Geschichten meiner Mutter (die mein
 
Bruder und ich Mama nannten) und unserer Verwandtschaft bekannt, teils auch
durch eigene Erinnerungen. Da die Ereignisse seit meinem 7. Lebensjahr so domi-
nant und schwer waren, erinnere ich mich ständig daran, erlebe sie tagtäglich und
besonders in der Nacht wieder und wieder. Die hebräische Ausgabe meiner Kind-
heitserinnerungen wurde dank der aktiven Hilfe von Warda Granot (Holon) vollendet
 
und somit mein Traum vieler Jahre 2011 endlich verwirklicht. Galia Ben Tov (Sichron
Yaakov) hat den hebräischen Text ins Deutsche übersetzt, und Prof. Wiehn (Kon-
stanz) hat diesen schließlich lektoriert und zum Druck vorbereitet. über diese deut-
sche Ausgabe freue ich mich auch deshalb ganz besonders, weil Deutsch die Spra-
che meiner Mutter war und also meine Muttersprache geblieben ist.
 
Tel Aviv, Anfang 2012
 
Hartung-Gorre Verlag / Säntisblick 26 / D-78465 Konstanz
Telefon: +49 (0) 7533 97227 Telefax: +49 (0) 7533 97228
http://www.hartung-gorre.de eMail: verlag@hartung-gorre.de

————————————————————————————————————————————

Jüdische Ärzte in Schöneberg – Topographie einer Vertreibung

Frag doch! Geschichte konkret Bd. 2

Cover Jüdische Ärzte in Schöneberg – Topographie einer Vertreibung
Das Schöneberg der 1920er und 1930er Jahre war eines der Zentren der aufgeklärten deutschen Kultur und Intelligenz in Berlin. Albert Einstein, Erich Fromm, Wilhelm Reich, Leo Baeck, Billy Wilder lebten hier. Ein tragender Teil dieses kulturellen und sozialen Netzwerkes waren Ärzte.Fast zwei Drittel der Schöneberger Ärzte hatten jüdische Wurzeln.Alle, ohne Ausnahme, wurden durch die nationalsozialistischen Gesetze gezwungen, spätestens 1938 ihre Praxen aufzugeben. In Schöneberg betraf dies über 350 Ärzte, in ganz Berlin fast 60 Prozent aller niedergelassenen Ärzte.
Zwölf Biografien jüdischer Ärztinnen und Ärzte skizzieren exemplarisch ihre Schicksalswege. Sie geben über Entrechtung, Verfolgung und Emigration, aber auch über Suizid oder Ermordung Auskunft. Sie gewähren zudem Einblicke in die Entwicklung verschiedener medizinischer Fachgebiete und spiegeln zugleich die Vielfalt einstigen jüdischen Lebens in Berlin. Persönliche Dokumente und Bilder erweitern die meisten dieser Lebensgeschichten.
Ein historischer Stadtplan von Schöneberg ergänzt diesen Band. Der Textbeitrag im Kapitel „Topographie der Vertreibung“ konfrontiert uns mit den Lücken, die die nationalsozialistische Verfolgung in das nachbarschaftliche Miteinander und in die medizinische Versorgung der Patienten gerissen hat. Verschiedene Stimmen der Nachfahren aus unterschiedlichen Teilen der Welt stellen einen direkten Bezug zu unserem Hier und Heute her.
 
 
 
Mit Beiträgen von Susanne Doetz,Ruth Federspiel, Bernd Holdorff, Ruth Jacob, Christoph Kopke, Rebecca Schwoch.

 

 

 

 

 

 

 

Ruth Federspiel (Hg.)Ruth Jacob (Hg.)
Jüdische Ärzte in Schöneberg – Topographie einer Vertreibung
Sprache: deutsch
128 Seiten, Klappenbroschur
34 Abbildungen
ISBN: 978-3-942271-76-9
14,90 € / 27,90 CHF

———————————————————————————————————————————

Das Brot der Armut. 

Die Geschichte eines jüdischen versteckten Kindes

 

Miriam Magall

 

Edition AV, Lich/Hessen

ISBN 978-3-86841-034-1

332 Seiten, Preis 18,- EUR

 

 

Der Vater ist Arzt. Er arbeitet tagsüber im großen Krankenhaus der Stadt. Am Spätnachmittag bis in die Nacht hinein empfängt er seine Privatpatienten. Nicht alle sind reich. Beileibe nicht. Viele kommen zu Dr. Kowalski, gerade weil sie kein Geld haben und sich außer ihm niemand um sie kümmert. Ihm zur Seite steht seine Schwester. Rachel hat eine Ausbildung als Krankenschwester absolviert, denn sie möchte so schnell wie möglich auswandern. Mit ihrem Beruf dürfte es ihr keine Schwierigkeiten bereiten, in Jerusalem Arbeit zu finden. Und dann ist da noch Zelda Kowalski, geborene Nussboim, die verwöhnte Tochter der Pelzhändler Rosa und Natan, ehemals aus Zamosz. Ihre letzten Jahre verbringen die beiden bei Tochter und Schwiegersohn in dem großen Haus bei der Nozych Synagoge in Warschau. 

Das ist der Rahmen, in den Keren Kowalski hätte hineingeboren werden sollen, wenn … ja, wenn da nicht eines Tages die Deutschen gekommen wären und diese wunderschöne heile Welt mit einem Schlag zerstörten.

Deshalb verbringt Keren Kowalski die ersten drei Jahre ihres Lebens versteckt im Keller in einem kleinen Haus am Dorfrand. Nach deutscher Niederlage im Krieg und Flucht in den Westen beginnt die Geschichte deutscher Flüchtlinge aus dem Osten in einem Flüchtlingslager in einer norddeutschen Kleinstadt. Man lebt in Holzbaracken, versteckt vor der Stadt, vormals die Unterkunft von Zwangsarbeitern, nach dem Krieg Flüchtlingen aus dem Osten zugeteilt, zu viert in zwei winzigen Zimmern, in dem das Wasser im Eimer im Winter über Nacht einfriert. Zehn lange Jahre.

 

Erst als Keren im Alter von 19 Jahren ihre Lebensretterin verlässt, erfährt sie von ihrer Herkunft und richtet ihr Leben ganz neu ein. In Jerusalem erhofft sie sich eine schönere Zukunft.  

 

„Das Brot der Armut. Die Geschichte eines versteckten jüdischen Kindes“ ist nicht nur eine weitere Version der Judenverfolgung, sondern hier wird, praktisch zum ersten Mal wohl, auch das Leben deutscher Flüchtlinge aus dem Osten nach dem Krieg eingehend beschrieben.

 

 

 

————————————————————————

 

Buch: Zvi Harry Likwornik  Als Siebenjähriger im Holocaust

Nach den Ghettos von Czernowitz und Bérschad in Transnistrien
ein neues Leben in Israel 1934-1948-2012
Konstanz 2012, 210 Seiten, viele Fotos, € 18,00.
ISBN 978-3-86628-426-5

——————————————————————————————

Für den Rabbiner Pete Tobias ist klar, dass die Tora von Menschen geschrieben wurde. (Bild: AP)

Für den Rabbiner Pete Tobias ist klar, dass die Tora von Menschen geschrieben wurde. (Bild: AP)

Glauben und Naturwissenschaft

Wie progressive Juden die Bibel lesen

Von Gerald Beyrodt

Dass sich Glauben und Wissenschaft verbinden lassen, erläutert der liberale Rabbiner Pete Tobias in seinen Workshops. Jede Zeit habe das Recht und die Pflicht, ihr Verhältnis zu Gott auf eigene Weise auszudrücken – so begründet er seinen progressiven Umgang mit der Religion.