Zvi Harry Likwornik

Hartung-Gorre Verlag  

 
Inh.: Dr. Renate Gorre
D-78465 Konstanz
 
Fon: +49 (0)7533 97227 Fax: +49 (0)7533 97228
eMail: verlag@hartung-gorre.de
www.hartung-gorre.de
Neuerscheinung Juni 2012 herausgegeben von Erhard Roy Wiehn
 
Zvi Harry Likwornik
 
Als Siebenjähriger im Holocaust
 
Nach den Ghettos von Czernowitz und Bérschad in Transnistrien
ein neues Leben in Israel 1934-1948-2012
 
Konstanz 2012, 210 Seiten, viele Fotos, € 18,00.

 

ISBN 978-3-86628-426-5
 
Was ich damals selbst erlebt und erlitten habe (Aus dem Vorwort des Autors)
Ich, Zvi Harry Likwornik, wurde am 29. März 1934 in Czernowitz geboren, der dama-
ligen Hauptstadt der Bukowina (Rumänien). Meine Eltern waren Dora (geb. Katz) und
Willy Wolf Zeev Likwornik. Bei meiner Geburt wurde mir der hebräische Vorname Zvi
gegeben (deutsch Hirsch, jiddisch Hersch), Harry war mein bürgerlicher Vorname im
 
Sinne der Anpassung an die deutschsprachige Umgebung, so auch bei meinem älte-
ren Bruder Manfred Elimelech; erst später in Israel wurden dann unsere hebräischen
Vornamen benutzt. Für Mama waren wir jedoch stets Manfred und Harry. Zvi wurde
ich nach Zvi Hersch Rennert (1860–1932) genannt, dem Vater von David Rennert,
 
Tante Rosas Mann. Zvi Rennerts Frau Pesia Peppi Dvora Rennert (geb. Katz, 1867–
1935) war eine Verwandte der Familie meines Großvaters Izik Katz.
Mein ganzes Leben hatte ich die Illusion, dass mir meine grausam geraubte Kindheit
irgendwann im Leben zurückgegeben würde. Als ich an meinem Lebensabend fest-
stellte, dass dies nicht geschah und nie geschehen wird, hatte ich das Bedürfnis,
 
wenigstens meine Kindheitserinnerungen aufzuschreiben und weiterzugeben, aber
ich hatte nie gedacht, dass das Hervorholen der Erinnerungen aus der Tiefe dieser
schrecklichen Zeit so schwer für mich sein würde. Ich wählte diesen schweren Weg
in meine ferne Vergangenheit für meine Enkel, Urenkel und die nächsten Generatio-
nen, damit es alle wissen können, was mir und meiner Familie widerfahren war. Im
 
Jahre 1941 bin ich als Siebenjähriger in den Holocaust geraten und versuchte nun
aufzuschreiben, was ich damals gesehen, gefühlt, selbst erlebt und erlitten habe. Die
meisten meiner persönlichen Erinnerungen beginnen mit 7. Jahren im Herbst 1941,
dem Beginn unserer persönlichen Schoah. Der Teil meines Lebens von meiner Ge-
burt bis zu diesem Alter ist mir teils durch die Geschichten meiner Mutter (die mein
 
Bruder und ich Mama nannten) und unserer Verwandtschaft bekannt, teils auch
durch eigene Erinnerungen. Da die Ereignisse seit meinem 7. Lebensjahr so domi-
nant und schwer waren, erinnere ich mich ständig daran, erlebe sie tagtäglich und
besonders in der Nacht wieder und wieder. Die hebräische Ausgabe meiner Kind-
heitserinnerungen wurde dank der aktiven Hilfe von Warda Granot (Holon) vollendet
 
und somit mein Traum vieler Jahre 2011 endlich verwirklicht. Galia Ben Tov (Sichron
Yaakov) hat den hebräischen Text ins Deutsche übersetzt, und Prof. Wiehn (Kon-
stanz) hat diesen schließlich lektoriert und zum Druck vorbereitet. über diese deut-
sche Ausgabe freue ich mich auch deshalb ganz besonders, weil Deutsch die Spra-
che meiner Mutter war und also meine Muttersprache geblieben ist.
 
Tel Aviv, Anfang 2012
 
Hartung-Gorre Verlag / Säntisblick 26 / D-78465 Konstanz
Telefon: +49 (0) 7533 97227 Telefax: +49 (0) 7533 97228
http://www.hartung-gorre.de eMail: verlag@hartung-gorre.de
 

Buch: Zvi Harry Likwornik  Als Siebenjähriger im Holocaust

Nach den Ghettos von Czernowitz und Bérschad in Transnistrien
ein neues Leben in Israel 1934-1948-2012
Konstanz 2012, 210 Seiten, viele Fotos, € 18,00.
ISBN 978-3-86628-426-5