Zeitzeugengespräch mit Liesel Binzer

Am 27. Februar im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen, Lindenstraße 13

Höhr-Grenzhausen. Liesel Binzer, die 1936 in Münster als Liesel Michel geboren wurde, musste zusammen mit ihrer Mutter Hilde und ihrem Vater Bernhard, der im Ersten Weltkrieg beide Beine verloren hatte und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden war, im Jahr 1938 nach der Reichspogromnacht in ein Judenhaus in Münster ziehen.

Prägend war für sie dann die Zeit im KZ Theresienstadt, in das sie am 31. Juli 1942 im Alter von fünf Jahren und neun Monaten zusammen mit ihren Eltern deportiert wurde. Insgesamt 15.000 Kinder waren in Theresienstadt interniert. Nur 150 haben überlebt. Dass sie eine dieser Überlebenden ist, ist für sie noch heute eine beklemmende Vorstellung. Als ein Wunder bezeichnete sie überdies die Tatsache, dass sowohl ihre Mutter als auch ihr schwerbehinderter Vater die Shoa überlebt haben. Von den drei Jahren in Theresienstadt und auch über ihr Leben danach wird sie am Donnerstag, 27. Februar, ab 19 Uhr im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen berichten.

Das Projekt Arbeit und Lernen e.V. und die Partnerschaft für Demokratie im Kannenbäckerland, bestehend aus den Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach, laden alle Interessierten zu der Veranstaltung ein. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“

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