“Nakba” Ausstellung am 8. November – Gipfel der Geschmacklosigkeit

"Nakba" Ausstellung am 8. November – Gipfel der Geschmacklosigkeit

Am Vorabend des Pogroms an den deutschen Juden wird eine Ausstellung veranstaltet, bei der man mit Lügen und Halbwahrheiten den einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten, nämlich Israel, diffamiert und dämonisiert. Diese Ausstellung wird seit Jahren von Frau Ingrid Rumpf organisiert und von einer berufsmäßigen „Israel-Kritikerin“, Frau Felicia Langer, unterstützt. Während in Syrien fast 150.000 Menschen abgeschlachtet, Hunderte von Kindern vergast werden, im Irak, Libyen und Ägypten monatlich Hunderte von Männern, Frauen und Kindern ermordet werden, ohne dass die Deutschen resp. Europäer dagegen protestieren, Ausstellungen veranstalten oder sich wenigstens stärker dafür interessieren, wird das jüdische Volk seit Jahren auf solchen Ausstellungen diffamiert und dämonisiert. Man geht gerne hin und schaut zufrieden auf die bösen Juden. So etwas nennt man heute die Vergangenheitsbewältigung. Niemandem scheint aufzufallen, dass bereits die erste Tafel, die Palästina von 1917 zeigen soll, eine dreiste Lüge ist. Auf dieser Tafel wird Palästina auf dem Gebiet des jetzigen Staates Israel und daneben ein damals nichtexistenter Staat, nämlich Jordanien, gezeigt. In Wirklichkeit, und jederzeit nachprüfbar, war 1917 das Gebiet Palästina ein Teil des Osmanischen Reiches und seit 1920 englisches Mandat. Das gesamte Palästina-Gebiet war 5 Mal größer als das Gebiet des heutigen Staates Israel. Erst 1922 wurden 4/5 des palästinensischen Gebietes an die arabische Dynastie Haschemiten von der Siegermacht England abgetreten, und das abgetretene Gebiet wurde auf den Namen Transjordanien getauft. In dem gesamten Gebiet Palästina lebten damals insgesamt 600.000 Menschen, davon ca. 150.000 Juden, Christen, Drusen und Beduinen. Der Rest war arabisch. Die einzigen Bewohner Palästinas, die sich Palästinenser genannt haben, waren damals die Juden. Sie bildeten auch die erste palästinensische Einheit, die im zweiten Weltkrieg als Teil der englischen Armee gegen Nazi-Deutschland gekämpft hat. Während des Krieges stand die Mehrheit der palästinensischen Araber treu an der Seite von Nazi-Deutschland. Der damalige Führer der palästinensischen Araber und Freund von Himmler, Mufti von Jerusalem Mohamed Amin Al Husseini, hat nicht nur mit Hitler in einem offiziellen Dokument die Ausrottung der Juden in Palästina vereinbart, sondern auch die brutalsten SS-Einheiten aus den bosnischen Moslems, die dort grausamer gewütet haben als selbst die deutschen SS-Einheiten, aufgestellt.

Husseini, ein fanatischer Antisemit und Freund von Himmler, hat 1943 das Vernichtungslager Auschwitz besichtigt, und nachdem er zufrieden feststellte, dass die Juden dort nach seinem Gusto behandelt werden, hat er Himmler überzeugt, 5000 jüdische Kinder, deren Eltern bereits ermordet worden waren und die ursprünglich durch Vermittlung des Roten Kreuzes gegen 20.000 deutsche Gefangene ausgetauscht und nach Palästina geschickt werden sollten, stattdessen nach Auschwitz zu senden, wo sie alle samt deren Betreuern und Ärzten in den Gaskammern vernichtet worden sind. Die Kinder kamen ursprünglich aus dem polnischen Konzentrationslager Bialystok nach Theresienstadt. Dort hatten sie ein paar Tage hinter dem Stacheldraht auf ihr Schicksal gewartet. Noch vor der Deportation nach Auschwitz hat man die Kinder, die nicht mehr in reisefähig waren, noch auf Ort und Stelle erschlagen. Es leben heute außer mir noch weitere ältere Augenzeugen dieser grausamen Tat, die sich als Mitglieder des weltweit größten Vereins der Holocaust-Überlebenden jedes Jahr in Prag treffen. Der Kriegsverbrecher Husseini, der bis 1974 als Ehrenmann in Ägypten gelebt hat, ist heute immer noch einer der meist geehrten Führer, Symbolfigur der arabischen Palästinenser und wird immer wieder von hochgestellten arabischen religiösen und weltlichen Führungspersönlichkeiten als einer der größten aller Palästinenser genannt. Sein Verwandter Jasir Arafat hat seine Politik erfolgreich fortgesetzt. Diese Fakten werden selbstverständlich auf der Ausstellung nicht gezeigt. Auch nicht die Tatsache, dass 1948 nach dem ersten Befreiungskrieg, in dem die Juden in dem gerade ausgerufenen Staat Israel gegen mehrere arabischen Staaten ums Überleben gekämpft haben, Jordanien das heutige Westjordanland völkerrechtswidrig besetzt, das ganze Gebiet Judenfrei gemacht, die Synagogen gesprengt und die 3000 Jahre alten jüdischen Friedhöfe als Latrinen benutzt hat. Damals, d.h. in den Jahren 1949 bis 1967, hat auch kein Mensch von einem palästinensischen Staat gesprochen, und es gab bis 1965 noch kein palästinensisches Volk. Die Nakba-Ausstellung verschweigt absichtlich und gezielt, dass man nach dem ersten Befreiungskrieg 900.000 Juden oft unter pogromartigen Begleitumständen aus allen arabischen Ländern vertrieben hat. Ich kann mich nicht erinnern, dass man eine „Nakba“ Ausstellung für diese Juden gemacht oder geplant hätte. Man könnte jeder einzelnen Aussage auf den ausgestellten Tafeln widersprechen und sich mit den sehr umstrittenen Behauptungen auseinander setzen. Es reicht vielleicht, wenn man hier die Aussagen von zwei Männern, die über jede Beeinflussung von "Israel Lobby" (früher unter Nazis "Weltjudentum" genannt) sicherlich erhaben sind, zitiert.

Mahmud Abbas (Abu Mazen), der heutige Präsident der Palästinenser, schrieb im März 1976 in "Falastin al -Thawra", dem offiziellen Journal der PLO in Beirut Folgendes:

"Die Arabischen Armeen drangen nach Palästina ein, um die Palästinenser vor der zionistischen Tyrannei zu schützen, ließen sie aber statt dessen im Stich, zwangen sie auszuwandern und ihr Heimatland zu verlassen, führten bei ihnen eine politische und ideologische Blockade ein und warfen sie in Gefängnisse, die den Ghettos ähneln, in denen die Juden in Osteuropa lebten."

Ralph Galloway, ehemaliger Kopf der UNRWA, sagte öffentlich 1956:

"Die arabischen Staaten wollen das Flüchtlingsproblem (der palästinensischen Ara-ber) nicht lösen. Sie wollen es als offene Wunde behalten, als Affront vor der UNO und als Waffe gegen Israel. Den arabischen Führern ist es total egal, ob die arabischen Flüchtlinge leben oder sterben."

Allein diese zwei Aussagen beantworten klar die Frage, weshalb bis heute die palästinen-sischen Araber die einzige Volksgruppe auf der Welt ist, die nach 65 Jahren immer noch in Lagern lebt, und warum sie bis zu dritten Generation immer als Flüchtlinge gelten.

In Israel kann man sicherlich solche Hetzen und Ausstellungen ignorieren. Dort kennt man weder die Nakba-Ausstellung in Deutschland noch Frau Felicia Langer, die fast 40 Jahre in Israel unbehelligt gelebt hat. Die israelische Demokratie ist genug stark, Hunderte dort und nicht in Deutschland lebender "Israel-Kritiker" wie Frau Felicia Langer auszuhalten. Viel problematischer wird der Einfluss solcher Nakba-Ausstellungen und ähnlicher Hetzen gegen das jüdische Volk für die deutschen resp. europäischen Juden. Solche Ausstellungen tragen dazu bei, dass heute 6-jahrige Jungen mit einer Kipa auf den Straßen von Berlin oder Amsterdam angespuckt oder angegriffen werden, dass die Synagogen in Deutschland und Europa fast 70 Jahre nach dem Holocaust strenger als Flughäfen geschützt werden müssen, dass ein EU-Abgeordneter den Juden empfiehlt, aus den Niederlanden nach Israel oder den USA auszuwandern, weil man für die Sicherheit der Juden nicht mehr garantieren könne.. Angesichts solcher Vorkommnisse kann man Martin Luther King sicherlich Recht geben. wenn er sagt: "Antizionismus ist nichts Anderes als Antisemitismus.", wie auch dem Nobelpreisträger und Holocaustüberlebenden Imre Kertész, der folgende Botschaft an die Juden Europas ausgerichtet hat:

Die europäischen Juden begehen meines Erachtens einen selbstmörderischen Fehler, wenn sie in das Geheul von europäischen Intellektuellen und Chefbeamten ein-stimmen, die sie gestern noch ausrotten wollten und jetzt unter dem Vorwand der Kritik an Israel eine neue Sprache für den alten Antisemitismus finden. Wieso sollten sie ihre Absichten denn geändert haben?“

 

Pavel Hoffmann am 9. November 2013

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