Diese Geschichtsstunden treffen oft auf Gegenwind

Mit Engelszungen
Thomas de Marco über Pavel Hoffmanns Auftritte Weiterlesen

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Überlebender warnt vor Antisemitismus

Holocaust-Zeitzeuge Pavel Hoffmann erzählt über sein Leben Weiterlesen

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9. November 1938 und Deutschland heute

– veröffentlicht in Reutlinger Nachrichten am 9. November 2019. Der tschechische Journalist und Schriftsteller Franz Robert Kraus, der 1946 als erster welt-weit einen authentischen Bericht über das größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte als Mitglied des „Sonderkommandos“ in Auschwitz verfasst hat, … Weiterlesen

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Zeitzeugengespräch mit Liesel Binzer

Am 27. Februar im Keramikmuseum Höhr-Grenzhausen, Lindenstraße 13 Höhr-Grenzhausen. Liesel Binzer, die 1936 in Münster als Liesel Michel geboren wurde, musste zusammen mit ihrer Mutter Hilde und ihrem Vater Bernhard, der im Ersten Weltkrieg beide Beine verloren hatte und mit dem … Weiterlesen

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Nur durch ein Wunder haben sie überlebt

Schwarzwälder Bote ,Von Bianca Rousek 21.01.2020 – 18:42 Uhr Liesel Binzer ist 83 Jahre alt. Was in ihrer Kindheit geschah, kann sie bis heute nicht vergessen. Binzer erlebte die Gräueltaten der Nationalsozialisten am eigenen Leib. Die Holocaust-Überlebende ließ Neuntklässler der Calwer Realschule … Weiterlesen

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Überlebender warnt vor Antisemitismus

Trier Holocaust-Zeitzeuge Pavel Hoffmann erzählt über sein Leben als jüdisches Kind in Theresienstadt. Er mahnt, die Entwicklungen der Gegenwart zu beachten.

„Mein Vortrag wird Sie nicht nur betroffen machen, sondern auch überraschen, denn ich werde mich direkt an Sie richten“, verspricht Pavel Hoffmann zu Beginn seines gut besuchten Vortrages in der Volkshochschule (VHS) Trier. Weiterlesen

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Ausstellung zu Kindern im Konzentrationslager Theresienstadt

Der Holocaust-Überlebende Pavel Hoffmann spricht am 13. Januar in Trier über seine
Zeit als Kind im KZ Theresienstadt, sein Leben nach der Befreiung sowie über den aktuell
erstarkenden Antisemitismus. Weiterlesen

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Klingeltafel

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Ein tolles Projekt in Berlin! Hierzu das Video (etwa 40 Minuten) zu einer ganz besonderen Klingeltafel (Gefilmt von Kaspar Köpke) Kaspar Köpke und seine Frau Britta Wauer haben auch “Rabbi Wolff”, “Im Himmel, Unter der Erde” und “Gerdas Schweigen” gedreht. … Weiterlesen

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Einer der Letzten

Horst Selbiger ist 91 Jahre alt und einer der wenigen noch lebenden Zeitzeugen der Judenverfolgung in der NS-Zeit. Ihm zuzuhören ist heute wichtiger denn je Weiterlesen

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Die dritte Schuld

Horst Selbiger über die Aberkennung der Gemeinnützigkeit der Vereinigung der
Verfolgten des Naziregimes Weiterlesen

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Leserbrief unseres Vereinsmitglieds Pavel Hoffman zum 09. November 2019 in den Reutlinger Nachrichten.

Der tschechische Journalist und Schriftsteller Franz Robert Kraus, der 1946 als erster weltweit einen authentischen Bericht über das größte Verbrechen in der Menschheitsgeschichte als Mitglied des „Sonderkommandos“ in Auschwitz verfasst hat, berichtete in seinen Büchern: „Gas, Gas und dann Feuer“ … Weiterlesen

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Lieder der Erinnerung

Sharon Brauner setzte beim Konzert im Alten Amtsgericht mit jiddischen Chanson seinen Glanzpunkt. Im Publikum saßen Menschen, die von den Nazis verfolgt worden waren. Weiterlesen

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Zwei nachhaltige Geschichtsstunden

Horst Selbiger, Überlebender des Holocaust, schilderte schonungslos sein Erleben der Novemberpogrome 1938 Kurz vor Beginn der Veranstaltung überraschte uns Horst Selbiger mit dem Vorschlag, nicht die angekündigte Lesung mit Auszügen aus seinem Buch „Verfemt, verfolgt, verraten” vorzunehmen, sondern wegen des … Weiterlesen

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Familiengeschichte eines KZ-Überlebenden

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Dr. Thomas Gabelin spricht in Arzberg und Marktredwitz über das Schicksal seiner jüdischen Familie. Er wurde im Konzentrationslager geboren Thomas Gabelin zeigt ein Foto von ihm, seinem älteren Bruder Richard und seiner Mutter Lore – der Frau, die es schaffte, … Weiterlesen

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Aus der düsteren Geschichte lernen

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Bad Mergentheim Zeitzeugen-Vortrag Holocaust-Überlebender Pavel Hoffmann berichtet von Gräueltaten im Konzentrationslager Theresienstadt 10. August 2019 Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist verdammt, sie zu wiederholen. Bad Mergentheim. Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus“ nahm der verantwortliche Lehrer Jürgen … Weiterlesen

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Verdienstorden des Landes für Barbara Bosch und Pavel Hoffmann

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Auszeichnung Reutlingen Verdienstorden des Landes für Barbara Bosch und Pavel Hoffmann

Pavel Hoffmann habe als Kleinkind die Herr-
schaft der Nationalsozialisten in all ihrer Grausamkeit erlebt, sagte Kretschmann. Mit seiner Lebensgeschichte wende er sich seit vielen Jahren vor allem an junge Menschen, um seine Erlebnisse aus erster Hand zu vermitteln und seine Mitmenschen zu „Zeugen der Zeitzeugen“ zu machen. Weiterlesen

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Verdienstorden des Landes an 18 verdiente Persönlichkeiten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg an
18 verdiente Persönlichkeiten verliehen. Demokratie brauche Menschen, die mitreden, mitmachen
und sich füreinander verantwortlich fühlen, erklärte Kretschmann. Weiterlesen

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Das Prager Kind hat überlebt

Zuerst hat er gezögert, die Auszeichnung anzunehmen. Wegen der in den vergangenen
Jahren immer restriktiver werdenden Politik der Bundesregierung gegenüber Israel. Dann hat er beschlossen, die Auszeichnung jenen zu widmen, die darum kämpfen, dass nie mehr Juden abgeschlachtet werden: der Israelischen Verteidigungsarmee. Pavel Hoffmann ist vor wenigen Wochen 80 Jahre alt geworden, am kommenden Samstag wird er im Mannheimer Schloss aus den Händen von Ministerpräsident Kretschmann den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg entgegen nehmen. Vorgeschlagen hatten ihn die „Zeugen der Zeitzeugen.“ Weiterlesen

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Kindheitsjahre im KZ

Die Holocaust-Überlebende Liesel Binzer aus Offenbach berichtet Schülern von ihrer Leidenszeit in Theresienstadt / Familienfotos erzählen Geschichten
Von Annette Schlegl Weiterlesen

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Zisch Zeitzeuge berichtet von Nazi-Regime


mobil.nwzonline.de/zisch/varel-berlin-zisch-zeitzeuge-berichtet-von-nazi-regime_a_50,4,976983370.html
18.03.2019

Den Klassen 8/9 Der Heinz-Neukäter-Schule und 10. Klasse Pestalozzischule

Erlebten einen interessanten Austausch mit dem Zeitzeugen Horst Selbiger (in der Mitte): die Schüler der Klassen 10H der Pestalozzischule und die Klassenstufe 8/9 der Heinz-Neukäter-Schule mit ihren Lehrern Bild: Schüler  

Ausgrenzung, Diskriminierung und Todesangst – all das hat Horst Selbiger erlebt. Den Schülern gab er eine besondere Botschaft auf den Weg.


Von Varel nach Berlin und zurück. Drei Tage Studienfahrt mit vielfältigem Programm standen vor uns. Unter anderem haben wir die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen besucht sowie an einer Führung mit Gespräch am Denkmal für die ermordeten europäischen Juden teilgenommen. Höhepunkt dieser Fahrt war aber das Gespräch mit einem Zeitzeugen der Judenverfolgung.

Worte, die schocken


„Für die anderen Schüler war ich die Judensau, die beleidigt, angespuckt und getreten werden konnte.“ Wir, die Klassen 10H der Pestalozzischule und die Klassenstufe 8/9 der Heinz-Neukäter-Schule, sitzen im Jüdischen Gemeindehaus an der Fasanenstraße in Berlin und sind geschockt und gleichzeitig tief beeindruckt, denn vor uns erzählt Horst Selbiger, ein 91-jähriger Zeitzeuge der Judenverfolgung, seine Lebensgeschichte, die 1928 begann und auch heute noch lange nicht zu Ende ist. „Ich trainiere auf die 120“, sagt er in einem lockeren Gesprächston, nachdem wir nach seinem Alter gefragt haben und ganz überrascht sind, dass er schon so alt ist.


„Keiner hielt damals zu mir“, berichtet er und führt weiter aus, dass er die Schule wechseln musste. Er kam auf eine jüdische Schule und fühlt sich dort wesentlich besser. Die Judenschule wurde aber 1942 geschlossen, dies bedeutete für ihn Zwangsarbeit. Er musste in einer Fabrik mit giftigen Substanzen Flugzeugteile entfetten.


Horst Selbiger stammt aus einer sehr großen, weit verzweigten jüdischen Familie, die schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts von Westpreußen nach Berlin übergesiedelt war. Als Kind wurde Horst Selbiger jüdisch erzogen, obwohl seine Mutter keine Jüdin war.


1933 kamen die Nationalsozialisten an die Macht und veränderten innerhalb von kurzer Zeit die Demokratie in eine Schreckensherrschaft, in der Horst Selbiger sehr leiden musste. Nach seiner Einschulung 1934, nur ein Jahr nach der Machtergreifung durch die Nazis, verschärften sich für den damals Sechsjährigen die Erfahrungen mit einer zunehmend antisemitisch geprägten Umwelt.


Sinnlose Verbote


Er berichtet uns von den ganzen Gesetzen, die nicht nur sein Leben eingeschränkt und verändert haben. Sein jüdischer Vater durfte nicht mehr als Zahnarzt arbeiten, er konnte nicht mehr ins Schwimmbad und in die Bibliothek gehen und auch das Fahrradfahren wurde ihm verboten. Hunderte Gesetze und Verordnungen schränkten sein junges Leben ein. Mit 10 Jahren erlebte er im November 1938 die schrecklichen Übergriffe der Nazis gegenüber jüdischen Geschäften, Menschen und Synagogen. Das Jüdische Gemeindehaus steht heute genau dort, wo die große jüdische Synagoge stand.


1943 bekam Horst Selbiger den Befehl zum Abtransport ins Vernichtungslager Auschwitz, aber seine nichtjüdische, katholische Mutter demonstrierte mit anderen Frauen lautstark gegen diese Anordnungen. Nach dem berühmt gewordenen Aufstand in der Rosenstraße, bei dem hunderte Ehefrauen gegen die Verhaftung ihrer jüdischen Männer protestiert hatten, wurde er in eine Sammelstelle transportiert und traf seinen ebenfalls verhafteten Vater wieder. So blieb er mit ihm und anderen Juden bis zum Kriegsende in Berlin und wurde weiter zur Zwangsarbeit gezwungen.


Die ganze Zeit war es für ihn ein Kampf auf Leben und Tod. Vielleicht war der Entschluss, das Boxen im Alter von acht Jahren zu erlernen, eine gute Entscheidung, denn auch nach dem 2. Weltkrieg war für ihn seine Leidenszeit und sein Kampf gegen die Ungerechtigkeit nicht zu Ende.


Familienmitglieder tot


Bis heute hat sich niemand persönlich bei ihm für die unmenschliche und grausame Zeit entschuldigt. 61 Mitglieder seiner großen Familie seien ermordet worden. Trotzdem zeigt er uns in diesem Gespräch seinen Mut und seine Kraft und betont zum Schluss, dass die Freiheit sehr wichtig für unser Leben ist. Dafür sollen wir kämpfen, jede Stunde und jeden Tag. Wir konnten in seinen Worten die Angst vor der Zukunft hören. Seine ganze Lebensgeschichte hat er in seinem Buch „Verfemt-Verfolgt-Verraten“ aufgeschrieben.


Nach fast zwei Stunden bedanken wir uns bei ihm und wünschen ihm alles Gute. Wir verlassen das jüdische Gotteshaus mit vielen Erfahrungen und Gefühlen, die noch lange nachwirken. Horst Selbiger steigt in sein Auto und fährt nach Hause. Wir schauen ihm hinterher und finden, dass ein Zeitzeugengespräch mit so einem starken und interessanten Menschen etwas ganz Besonderes ist.



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